BeGegnung

Obwohl die letzten Monate eine ihn selbst fast überraschende Schöpfungskraft freigesetzt hatten, hatte er in Liebesdingen etwas geschludert. Bis hat er nur seiner Bettgespielinnen. Tja, und nun stand sie plötzlich vor ihm und musterte ihn aus anderthalb Metern Entfernung von oben nach unten, derweil ihm etwas Untypisches unterlief: Er lächelte sie an. Sie hatte dunkelblondes glattes Haar, das bis kurz über ihre Schultern reichte, schöne, markante Gesichtszüge, einen Körper von sportlich schlanker Statur, auf dessen Hüften sie beim Mustern ihre Hände stützte. Ihm war sofort klar, dass es sich hier um ein Exemplar von höchster BeuteSchema-Passgenauigkeit handelte. "Mir wurde schon zugetragen, dass Du ziemlich abgefahrenes Zeug predigst." "Mademoiselle, was über mich berichtet wird, sagt meist mehr über den Berichtenden aus als über mich selbst". Und wieder gelang ihm ein Lächeln. Es schien, als würden seine Worte eine leichte Spur der Röte auf ihre Wangen treiben. Die sonst gelegentlich eintretenden Stockungen bei der Frage, wer wen zuerst berühren sollte, schienen hier nicht zu existieren. Ganz kurz tippten sie sich an. Während sie, obwohl frisch wie aussehend eine HeidiVonDerAlm, vorgab ihr MakeUp auffrischen zu müssen und ins KellerGeschoss entschwebte, checkte er ihr FaceBook-Profil. Nun, er nahm an, dass sie dort das selbe tat. Sie war ganz ordentlich vernetzt, hatte ein paar unverfängliche Fotos in ihren Alben, war in der WeLt rumgekommen und XingLe gutaussehende Männer. Sie gingen in den anderen Teil des Haus, er links von ihr, sie eine Hand breit voraus mit schönen Händen wedelnd. Ihre Schritte waren dabei wohl schon synchronisiert. Sie tranken zwei Weisswein. Als er sich eine Zigarette ansteckte, notierte er winzigen Zucken in ihren Augenwinkeln, wie sie ihr Missfallen überspielte. "Rauchen kann die Spermatozoen schädigen" flüsterte sie ihm leicht vorgebeugt in sein rechtes Ohr. SprachLos nickte er. Um ihn Zeit zu geben, wieder zu Worten zu kommen, wendete sie ihren Kopf von ihm ab und blickte über die Tanzfläche. "Na los, sag schon: Welche Rolle bekomme ich?" "Weisst Du, wenn eine Frau sich verliebt, dann... alle anderen Männer ... wie PappMache zusammen" [drei Jahre später] Sie pudert sich ihre Wangen. Ich umfasse zärtlich ihre Hüften. "Was ich hier tue?" "Spielen" "Ich spiele jetzt hier die verdammte Szene, die Dir Dein GeHirn vor drei Jahren ausgedacht hat, als Du mich noch gar nicht kanntest?". "So ist es". "Das ist irgendwie diabolisch gut". Die Bürstchen ihres Aufhübschinstrumentariums strichen durch ihre Wimpern. "Ich weiss gar nicht, was andere SchriftSteller können. Es ist mir egal." "Du brauchst eine Spielpuppe, die Dir genau so folgsam ist wie ungehorsam". "In diesem Satz könntest Du noch etwas Vulgäres einbauen - irgendwas mit 'Beine breit machen'...". Sie drehte sich um, schob sich den Rock hoch und die Strumpfhose runter. "Machs mir schnell.". Er tat es. Ihre minutenlangen Lustschreie weckten das Kind auf, aber das KinderMaedchen wusste was zu tun war. Es klingelte. "Los, schnell, Deinen Hut!" Die AchtMalAcht stand vor der Tür. "Zweimal ParkHotel?" "Weil Eure Hirne vollgeschissen sind mit dem Wertedreck von Affen!" "Aber ich bin eine Frau!" Sie stand nackt vor ihm wie ein VitruvianMan. "Machs mir schnell." Er tat es. Ihre minutenlangen Lustschreie weckten das Kind auf, aber das KinderMaedchen wusste was zu tun war. "Hirne vollscheissen... RosamundePilcher und ChristianGrey ... da dürfen wir ja wohl noch ein klein wenig aufstrebend mittelgrossbürgerlich sein!" Sie liess ihn seine Praktikantinnen und PrMiezen vögeln, aber ... reizvollste ... und bester Vater der WeLt für ihr Kind. Ja, sie hatte eine beinahe kalte KlugHeit, die ... neben ihrer Leiblichkeit stand. Er konnte mit ihr auf jedes Parkett gehen. Sie wahr sowohl formbar wie Wachs als auch willensstark wie eine Bestie. Wo andere Menschen billige Peitschenspielchen brauchten, ... Kopf. "Du erschreibst Dir ... uns... die WeLt?" "Weiss ich noch nicht... bis jetzt funktioniert es." "faszinierend".